Die Stadt Bochum zählt mit ca. 367.000 Einwohnern zu den Metropolen des Ruhrgebietes.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis tief ins Mittelalter zurück. Noch bevor Graf Engelbert II. im Jahre 1321 der Gemeinde ihre Stadtrechte verlieh, war es bereits Karl der Große, der im Jahre 800 an dem Schnittpunkt zweier bedeutender Handelsstraßen einen Reichshof anlegte. Dieser Schnittpunkt bildet die heutige Innenstadt. Da die Region über bedeutsame Kohlevorkommen verfügte, wurden immer mehr Arbeiter benötigt, die das “schwarze Gold” abbauten. Im Jahre 1735 wurden bereits 25 “Kohlenpütts” gezählt. 1906 lebten bereits fast 23.000 Bergarbeiter in der Stadt, die über 5 Millionen Tonnen Kohle förderten. Schnell siedelten sich auch stahlerzeugende Industriebetriebe in der Stadt an, die die Nähe zur wichtigen Kohleförderung zu schätzen wussten. Während des ersten und zweiten Weltkrieges wurden auch hier die Industrien auf Rüstungsproduktion umgestellt. Während des Zechensterbens der Nachkriegsjahre, war es die Adam Opel AG, die durch die Ansiedlung einer Produktion den Strukturwandel der Region mitgestaltete. 1965 wurde die Ruhruniversität gegründet. So konnten andere Arbeitsplätze geschaffen werden. 1975 vereinigten sich Wattenscheid und Bochum im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen zu einer einzigen Großstadt.
Heute finden sich in der Region viele Spuren dieser bewegten Vergangenheit. So ist das Deutsche Bergbau-Museum mit über 400.000 Besuchern jährlich eine der beeindruckensten Sehenswürdigkeiten. Hier kann sich der Besucher in einem originalgetreuen Bergwerk unterhalb des Geländes vom Leben “unter Tage” einen Eindruck verschaffen.
Neben einem Besuch des Bismarckturmes, der zur Ehren des Reichskanzlers errichtet wurde, laden auch die Christuskirche und die Probsteikirche zu einer Besichtigung ein. Anschließend könnte eine Führung durch die Privatbrauerei Moritz Fiege einen geselligen Abend einläuten.
Hervorzuheben ist, dass seit nunmehr 23 Jahren das Musical “Starlight Express” in der Metropole nahe der Ruhr gastiert. Da liegt es nahe, dass sich auch das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands in der Nähe, im Stadtteil Dahlhausen, befindet.
Auch das Nachtleben der Stadt führt viele Besucher aus dem Ruhrgebiet in die gemütlichen Gaststätten und Eckkneipen des “Bermudadreiecks”, einem Viertel mit besonders hoher Gastronomiedichte am Rande der Innenstadt, um den Abend bei einem guten Essen in netter Gesellschaft zu beschließen.
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